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Witte camper op een geplaveid terrein naast een vuurtoren met een rode band op een rotsachtige kaap, zee, lucht en een grashelling zichtbaar
© Fritz Berger

Wohnmobilreise entlang der Atlantikküste Spaniens bis nach Portugal - Teil I

Reisebericht

Dieses Jahr war es dann endlich so weit: Familie Dürr hatte knapp vier Wochen Zeit, um den Norden Spaniens mit dem Wohnmobil zu erkunden - und sie nehmen dich mit.


Inhoudsopgave


Grijze kaart met getekende kustlijn, 11 groene punten genummerd 1–11 langs de kust, naast elk punt een plaatsnaam
An diesen Stationen haben Silke und Benjamin auf dem ersten Teil ihrer Reise Halt gemacht. © Fritz Berger

Die Atlantikküste – Spaniens wilde Schönheit

Witte camper geparkeerd op een kustparkeerplaats; op de voorgrond gras en houten paaltjes; op de achtergrond zee en heuvels
Wunderschöne Stellplätze im Norden Spaniens © Fritz Berger

Wer an Spanien denkt, denkt meistens auch an Hitze, Strände und Sommerurlaub. Im Norden Spaniens herrscht jedoch ein anderes Klima. Geprägt vom Atlantik ist es hier oft regnerisch, wechselhaft und kühl. Selbst im Sommer übersteigt die Temperatur selten 30 Grad. Tatsächlich hat Santiago de Compostela mehr Regentage als London. Dennoch oder gerade deshalb ist der Norden Spaniens ein wunderschönes, abwechslungsreiches Reiseziel. Durch das feuchte Klima ist die Landschaft herrlich grün und blüht vor allem im Frühjahr in den unterschiedlichsten Farben. Reisende erwarten wunderschöne Strände, einsame spanische Dörfer, schroffe Gebirge wie die Picos de Europa, aber auch moderne Städte. Besonders Aktivurlauber kommen auf ihre Kosten: der Norden verfügt über ein ausgeprägtes Wandernetz, Surfspots und wunderschöne Fahrradwege entlang der wilden Küste.

Persoon met kind in een rugdrager staat op een rots; op de voorgrond rotsen, op de achtergrond zandstrand, zee met golven, bewolkte lucht en verre heuvels
Die wilden einsamen Strände Nordspaniens faszinierten uns. © Fritz Berger
Drie kinderen van achteren in regenjassen en rubberlaarzen staan in een plas op een natte weg
Regenkleidung gehört unbedingt ins Gepäck. © Fritz Berger

Ein Großteil des Tourismus dürften die Pilger des Jakobswegs ausmachen, aber auch Wohnmobilisten kommen voll auf ihre Kosten. Während Campingplätze häufig nur in den Sommermonaten geöffnet sind, verfügt die Region über ein dichtes Stellplatznetz. Viele der Stellplätze sind auch noch kostenlos. Auch eine Nacht auf einem abgelegenen Parkplatz wird oft geduldet.


Schon der Weg nach Galizien macht Lust auf mehr

Wir hatten vor, uns vor allem auf die autonome Region Galizien zu konzentrieren. Durch die lange Anreise von über 1700 Kilometern hielten wir aber auch davor schon einige Male und verliebten uns sofort in die naturbelassene Küste Nordspaniens. Allein bis wir die iberische Halbinsel erreicht hatten, hatten wir schon etliche Kilometer hinter uns gebracht und freuten uns auf unseren ersten Stopp am Meer in Orio. Der schöne Strand umgeben von grünen Hügeln und einem Fluss weckten Vorfreude auf die kommenden Tage. Wir verbrachten die Nacht auf dem Campingplatz Orio und hatten am nächsten Tag einen besonders schönen Streckenabschnitt vor uns. Die N634 führt von Zarautz bis Deba direkt an der Atlantikküste entlang, wunderschöne Ausblicke sind garantiert! Weiter ging es dann aber auf der Autobahn und es fing leider auch an, zu regnen und hörte für den Rest des Tages auch nicht mehr auf. Wir hielten dennoch an den Dünen von Liencres. Auch bei Regenwetter sind die schönen Strände sehr sehenswert! Bevor wir zu unserem Stellplatz in Cobreces fuhren, liefen wir noch durch die mittelalterlichen Gassen von Santillana del Mar. Normalerweise ist es eine Touristenhochburg, durch das schlechte Wetter und Corona war allerdings nicht allzu viel los.

Witte camper geparkeerd op een kustpromenade, op de achtergrond zee, een pier, huizen en groene heuvels onder een bewolkte lucht
Die N634 führt von Zarautz bis Deba immer an der Küste entlang und bietet tolle Ausblicke. © Fritz Berger

Die nette Stellplatzbetreiberin empfahl uns für den nächsten Tag zum einen die kleine Bäckerei im Ort, in der im Holzofen leckere Quesadas gebacken werden, typisch kantabrische Käsekuchen. Zum anderen riet sie uns, noch zur Steilküste von Bolao zu laufen. Wir passten eine kurze Regenpause ab und spazierten zum tollen Aussichtspunkt.
Anschließend fuhren wir weiter in Richtung Westen. Auf dem Weg dorthin hielten wir bei den Bufones de Pria. Durch eine geologische Besonderheit schießt bei Flut Wasser durch Öffnungen in den Felsen. Die teilweise meterhohe Fontäne ähnelt optisch einem Geysir. Leider erwischten wir die Gegend bei Ebbe und sahen nur einen leichten Sprühnebel, die Küste war dennoch wunderschön. Eine weitere Pause legten wir am herrlichen Praya de Frejulfe in Asturien ein. Der Sand des einsamen Strandes erscheint nass nahezu schwarz, dazu blühte die Küste in vielen Farben. 

Gras en wilde bloemen op de voorgrond, zandstrand met ondiep water en kleine golven, met bomen begroeide heuvel en bewolkte lucht
Praya de Frejulfe © Fritz Berger

Einsame Strände, malerische Dörfer, abgelegene Leuchttürme

Schließlich erreichten wir die Region Galizien, wo wir zunächst für einige Tage einen Campingplatz gebucht hatten, um erstmal anzukommen und von dort aus Ausflüge zu unternehmen. Der kleine Campingplatz Rinlo Costa bei Rinlo ist recht neu angelegt und wir wurden sehr freundlich empfangen. Wir waren fast die einzigen Besucher und konnten so die absolute Ruhe in ländlicher Umgebung und Meeresnähe genießen und die Kinder unbeschwert toben lassen. Zudem hatten wir die Tage unheimlich Glück mit dem Wetter.

Luchtfoto van groene velden met een kronkelende weg, een witte camper, twee rode gebouwen, kustlijn en zon aan de horizon
Absolute Ruhe auf dem Rinlo Costa. © Fritz Berger

Wir liefen in das kleine Dorf Rinlo, das zunächst wie ausgestorben wirkte, am Hafen dennoch sehr eindrucksvoll aussah. Wir besichtigten die kleine, aber geschäftige Stadt Ribadeo mit schönem Hafen und fuhren zum abgelegenen Leuchtturm von Ribadeo. Wir wanderten zum Praia dos Castros, einem Strand, der von hohen zerklüfteten Felsen umgeben und dadurch nur bei Ebbe begehbar ist. Und schließlich fuhren wir zum Strand Las Catedrales, der wohl größten Attraktion der Gegend. Bei Ebbe werden hier viele Bögen und Höhlen frei gelegt, die teilweise an die Gänge einer Kathedrale erinnern. Schön für die Kinder waren auch die vielen Pfützen im Sand, die die Flut hinterließ. Durch die Sonne waren diese schön aufgewärmt und perfekt zum Baden.

Rotsachtige kust met roze bloemen op de voorgrond, klein stenen gebouw links, smalle watergeul naar de branding, grasvelden en een kustpad, blauwe zee en deels bewolkte lucht, verre gebouwen aan de horizon
Rinlo © Fritz Berger

Nach einigen Tagen verließen wir unseren ruhigen Platz, um den Nordwesten Spaniens weiter zu entdecken. Unser erster Halt war das Cabo Ortegal bei Cariño. Allein die Anfahrt dorthin war mit unserem 7 Meter Wohnmobil abenteuerlich. Wir waren kurz davor, umzudrehen, als wir doch noch einen Weg entdeckten, der uns zum einsamen Leuchtturm, einem der nördlichsten Punkte Spaniens, führte. Zum Glück, denn der Ausblick auf den rot weißen Leuchtturm war spektakulär, auch wenn schon wieder dunkle Wolken aufzogen. Das Kap gilt als Grenze zwischen dem kantabrischen Meer und dem Atlantik, in Richtung Westen steigen die zweithöchsten Klippen Europas empor. Als wir schließlich wieder weiterfuhren, wurden wir mit einem wunderschönen, kräftigen Regenbogen belohnt.

Wit-rood gestreepte vuurtoren aan het einde van een geplaveid pad op een klif, camper op de voorgrond, zee en rotsen op de achtergrond onder een bewolkte lucht
Am Cabo Ortegal erwartete uns nach abenteuerlicher Anfahrt ein schöner Leuchtturm. © Fritz Berger

Die Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz mit Blick auf die umwerfende Bucht von Pantín, einem bekannten Surferort. Um an den schönen breiten Sandstrand zu gelangen, muss man durch einen kleinen Fluss waten, ein Abenteuer für die Kinder.

Witte camper geparkeerd op een onverharde plek bij de zee, zandstrand, golven, heuvels met huizen en bewolkte lucht
Der Strand von Pantín ist ein beliebter Surfspot – und ein toller Übernachtungsplatz! © Fritz Berger

Wandern an der Costa da Morte

Weiter ging es für uns an die Costa da Morte. Der Küstenabschnitt wird deshalb Todesküste genannt, da durch verschiedene Strömungen unzählige Schiffe gekentert sind und einige Besatzungsmitglieder dabei verstorben sind. Wir hatten glücklicherweise vor, den Abschnitt zu Fuß zu erkunden. Deswegen starteten wir eine kleine Wanderung im Küstenort Laxe, der vor allem für seine weiße Düne bekannt ist. Von dort aus ging es den Berg hinauf, immer am tosenden Meer entlang zum Leuchtturm. Vorbei am Fels der Liebenden gelangten wir zum Glassteinstrand, der vor allem unsere Kinder faszinierte. Durch eine naheliegende Glasfabrik wurden hier über Jahre Glasscherben angespült, die das Meer in Glassteine umgewandelt hat. Übernachtet haben wir schließlich einige Kilometer weiter direkt hinter der Düne von Mortomo. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang verbrachten wir eine stürmische Nacht mit heftigem Regen.

Een persoon in een turquoise jas met een roze capuchon en zwarte korte broek loopt over een zandpad tussen grasduinen naar een wit zandstrand; blauwe zee met een zeilboot in de verte en een deels bewolkte lucht
Die weiße Düne von Laxe © Fritz Berger
Zandstrand met duingras op de voorgrond, golven, rotsen links en de zon dichtbij de zeehorizon met een geel-oranje lucht en wolken
Sonnenuntergang in Mortomo © Fritz Berger

Unser nächster Übernachtungsplatz war nicht allzu weit entfernt und wirklich spektakulär. Wir standen direkt an den Klippen des Cabo Fisterra, dem „Ende der Welt“. Zunächst waren wir komplett allein und genossen die schöne Aussicht auf den Leuchtturm und das gute Wetter. Hier endet offiziell der Jakobsweg, viele Pilger wandern nach Santiago noch zum westlichsten Punkt Spaniens, um dort eine Jakobsmuschel zu sammeln.

Steenpilaar met geel schelpsymbool op een blauwe plaat, links zee en lucht, rechts wit vuurtorengebouw en betegeld pad
Cabo Fisterra – „das Ende der Welt“ und das Ende des Jakobswegs. © Fritz Berger
Kustweg op een klif met grashelling, rotsformaties, open zee met een kleine rots in het water, witte camper op de weg, lucht met enkele wolken
Viel schöner kann man nicht stehen! © Fritz Berge

Obwohl wir uns am schönen Ausblick gar nicht satt sehen konnten, fuhren wir am nächsten Tag weiter, um bei Baroña wandern zu gehen. Das erste Highlight erwartete uns bereits nach einem kurzen Fußmarsch. Das Castro de Baroña ist eine keltische Ausgrabungsstätte aus dem 1. Jahrhundert. Schon auf dem Weg zur Halbinsel sind steinalte Wagenspuren in den Felsen zu erkennen. Das ehemalige Dorf bestand vorwiegend aus vielen kleinen runden Häusern, deren Umrisse heute noch gut zu erkennen sind. Weiter ging es durch Eukalyptus- und Pinienwälder über kleine abgelegene, galizische Dörfer bis hin zu schönen, einsamen Stränden. Selbst unsere Kinder waren fasziniert von der großartigen Landschaft und liefen die acht Kilometer tapfer mit. Erschöpft fuhren wir zu unserem Stellplatz in Noia.

Zicht door rotsopening op cirkelvormige steenstructuren, strand, zee en heuvels
Castro de Baroña © Fritz Berger

Am nächsten Tag fuhren wir nach Santiago de Compostela. Hier parkten wir unser Wohnmobil auf dem Busparkplatz für eine Tagesgebühr von vier Euro und liefen in die Stadt. Aufgrund von Corona war die Innenstadt, die normalerweise sicher mit vielen Pilgern gefüllt ist, fast wie ausgestorben. Auf dem großen Platz vor der Kathedrale war nicht viel los und auch drinnen war es angenehm ruhig, sodass wir uns in Ruhe die Gebeine des Hl. Jakobus in der Krypta anschauen konnten. Mittags aßen wir in einem kleinen netten Restaurant Paella mit Hummer, was wirklich hervorragend schmeckte. Um die Nacht zu verbringen, war uns der Parkplatz nicht schön genug und wir fuhren zurück ans Meer auf die Illa de Arousa. Der Stellplatz direkt an der Brücke zur Insel liegt direkt am Wasser neben einem schönen Kinderspielplatz - perfekt für uns.

Grote stenen gevel met twee hoge torens, trappen naar een hoofdingang, groot geplaveid plein met verspreide mensen en een blauwe lucht met wolken
Kathedrale von Santiago de Compostela © Fritz Berger
Luchtfoto van kust met zandstrand, zee, parkeerplaats en campers
Stellplatz auf der Illa de Arousa © Fritz Berger

Da wir am nächsten Tag viel vorhatten, versuchten wir zeitig weg zu kommen. Wir fuhren nach Combarro, wo man die größte Dichte an Getreidespeichern auf den für Galizien typischen Stelzen findet (sogenannte Hórreos). Man merkt dem Ort an, dass es mittlerweile eine Touristenattraktion ist, aber zurzeit waren die kleinen Gassen herrlich leer.

Kleine rechthoekige stenen bouwwerk met zadeldak en twee kruisen op de nok, mos en planten op het dak, voorkant met verticale panelen, op de achtergrond wad en ondiep water
Hórreo in Combarro © Fritz Berger

Zu Mittag aßen wir im belebten Pontevedra, bevor wir weiter ans Cabo Udra fuhren. Hier liefen wir einmal um das kleine Kap herum, vor wir noch ein wenig am kleinen einsamen Strand entspannten. Die Nacht verbrachten wir auf dem Stellplatz oberhalb des Strandes und wieder pfiff der Wind um unser Wohnmobil. Wir genossen unsere letzte Nacht im wunderschönen Galizien, bevor wir uns spontan dazu entschieden, über die Grenze nach Portugal zu fahren. Was wir im Norden dieses wunderschönen Landes erlebten, erfahrt ihr im zweiten Teil des Reiseberichts.

Luchtfoto van een zandstrand met turkoois-groen water, een witte branding, rotsen linksboven en twee kleine personen bij het water
Einsame Bucht am Cabo Udra © Fritz Berger

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